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Honda FCV CONCEPT


FCV CONCEPT 6 150Am 05.12.2016 wird in Münster eine neue H2-Tankstelle eröffnet. In Berlin, Hamburg, München und Stuttgart mehrere. Mit dem Mitbewerber Hyundai IX35 Fuel Cell soll man 600 km weit kommen. Honda verspricht sogar 700 km. Ein spannendes Thema.

 

HONDA FCV CONCEPT

AUSBLICK AUF BRENNSTOFFZELLENFAHRZEUG DER NÄCHSTEN GENERATION

  • FCV CONCEPT 5Honda stellt mit dem FCV CONCEPT sein Brennstoffzellenfahrzeug der nächsten Generation vor
  • Konzeptmodell zeigt Designausrichtung des 2016 auf den Markt kommenden Serienmodells
  • Honda will den Weg für den vermehrten Einsatz von Wasserstofftechnologien in der Gesellschaft bereiten
  • Unternehmen baut seine Vorreiterrolle in der Brennstoffzellentechnologie weiter aus

Der Honda FCV CONCEPT, der erstmals im November 2014 in Tokio vorgestellt wurde, gab sein europäisches Debüt auf dem Genfer Automobilsalon 2015.

Der FCV CONCEPT besticht durch sein futuristisches Design und gibt einen Ausblick auf das Brennstoffzellenfahrzeug der nächsten Generation von Honda. Die Markteinführung des Serienmodells in Japan ist für die erste Jahreshälfte 2016 geplant. Innerhalb eines Jahres soll er dann auch in den USA und Europa erhältlich sein.

FCV CONCEPT 6

Fortschrittliche Technologien für verbesserte Performance

FCV CONCEPT 7Der FCV CONCEPT tritt die Nachfolge der Brennstoffzellenfahrzeuge FCX und FCX Clarity an. Im Vergleich zu den beiden bisherigen Serienversionen von Honda zeichnet sich das Konzeptmodell jedoch durch eine deutlich verbesserte Leistung und geringere Kosten aus. Der neu entwickelte Brennstoffzellenstapel des FCV CONCEPT ist 33 Prozent kleiner als das Vorgängermodell, bietet jedoch mehr als 100 kW Leistung und somit eine Leistungsdichte von 3.100 W/L – eine Verbesserung um circa 60 Prozent.

Bei dem im nächsten Jahr auf den Markt kommenden Honda FCV handelt es sich bereits um die dritte Generation in Serie gefertigter Brennstoffzellenfahrzeuge von Honda. Er wird zudem das weltweit erste[1] Brennstoffzellenfahrzeug sein, bei dem der gesamte Antriebsstrang einschließlich der kompakten Brennstoffzelle komplett im Motorraum der Limousine platziert ist. Dank dieser neuen, effizienteren Anordnung des Antriebs, ist der Innenraum deutlich größer und bietet Platz für fünf Personen. Außerdem besteht damit die Möglichkeit, die Plattform für Brennstoffzellenfahrzeuge weiterzuentwickeln und die emissionsfreie Antriebstechnologie in Zukunft bei einer Vielzahl von Fahrzeugtypen zum Einsatz zu bringen.

Der Honda FCV CONCEPT ist mit einem 70-MPa-Hochdruck-Wasserstofftanksystem ausgestattet, das eine Reichweite von mehr als 700 km[2] ermöglicht. Mit einer Betankungszeit von etwa drei Minuten[3] ist das Tanken zudem so schnell und einfach wie bei herkömmlichen Fahrzeugen.

FCV CONCEPT 8

Entwicklung in Verbindung mit weiteren innovativen Wasserstofftechnologien

FCV CONCEPT 9Honda verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um den Weg für den vermehrten Einsatz von Wasserstofftechnologien in der Gesellschaft zu bereiten. Dafür stellt sich das Unternehmen neuen Herausforderungen im Bereich der Brennstoffzellenfahrzeuge und befasst sich mit der Entwicklung neuer Wasserstofftechnologien, die über das Fahrzeug selbst hinaus gehen.

Eine solche Innovation, die beim FCV CONCEPT zum Einsatz kommt, ist der Honda Power Exporter Concept – eine Funktionalität zur externen Leistungsabgabe[4], die bereits beim FCX Clarity umfassend getestet wurde. Mit dem System kann der FCV CONCEPT als kompaktes mobiles Kraftwerk dienen und beispielsweise elektrische Energie in Notfallsituationen liefern. Damit stellt das umweltfreundliche Modell Strom mit einer Leistung von 9 kW[5] bereit.

Zudem treibt Honda die Weiterentwicklung der Wasserstofftankstellentechnologie, wie zum Beispiel der „Smart Hydrogen Station“ (SHS) – einer intelligenten Wasserstofftankstelle, die mit dem von Honda entwickelten Hochdruck-Elektrolyse-Modul ausgestattet ist, voran.

Nach den Prinzipien „Erzeugung“, „Nutzung“ und „Vernetzung“ verkörpern der Power Exporter Concept, der FCV CONCEPT und die Smart Hydrogen Station die Vision von Honda, den Weg für eine auf Wasserstofftechnologien basierende Gesellschaft zu bereiten. Mit diesen zusammenhängenden Technologien und anderen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten setzt sich Honda unermüdlich für das Ziel einer CO2-freien Mobilität ein.

FCV CONCEPT innen2

Vorreiterrolle in der Brennstoffzellentechnologie

FCV CONCEPT TankenAus Sicht von Honda bietet Wasserstoff enormes Potenzial als Energieträger der Zukunft. Er kann aus verschiedenen Energiequellen gewonnen werden und lässt sich zudem leicht transportieren und lagern. Der Honda FCV CONCEPT gilt als ultimative Lösung zur Senkung des CO2-Ausstoßes im Straßenverkehr. Für den Antrieb seines Elektromotors nutzt das Fahrzeug die Energie, die aus der chemischen Reaktion von Wasser- und Sauerstoff in der Brennstoffzelle gewonnen wird. Damit baut Honda seine Vorreiterrolle in der Brennstoffzellentechnologie weiter aus, mit der sich das Unternehmen bereits seit den 1980er Jahren intensiv beschäftigt.

2002 präsentierte Honda mit dem FCX den weltweit ersten[6] voll zertifizierten Brennstoffzellen-Pkw, der Flottenkunden in Japan und Nordamerika in einem Leasingmodell angeboten wurde. 2003 entwickelte das Unternehmen mit dem Honda FC STACK den weltweit ersten2 Brennstoffzellenstapel, der auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt betriebsbereit ist. 2005 stellte Honda Endverbrauchern als erster2 Automobilhersteller ein Brennstoffzellenfahrzeug zur Verfügung.

2008 präsentierte das Unternehmen mit dem FCX Clarity das weltweit erste in Serie gefertigte Brennstoffzellenfahrzeug. Neben seinen umweltfreundlichen Eigenschaften zeichnet sich der FCX Clarity durch ein modernes Design aus und bietet ein großes Raumangebot sowie herausragende Fahreigenschaften.

Honda übernimmt eine führende Rolle bei der Entwicklung von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen. Im Rahmen des Leasingprogramms in Japan und den USA konnte das Unternehmen seit 2008 wertvolle Praxisdaten sammeln und direktes Feedback der Fahrer sowie umfangreiche Fahrdaten auswerten.

Hondas Beteiligung an europäischen Wasserstoffinitiativen

In Europa setzt sich Honda für eine Reihe von landes- und europaweiten Projekten zur Förderung von Wasserstoffinitiativen ein.

Deutschland

2011 trat Honda dem deutschen Demonstrationsprojekt Clean Energy Partnership (CEP) bei, Europas führendem Projekt zur Demonstration von Brennstoffzellenfahrzeugen und der Förderung der zugehörigen Wasserstoffinfrastruktur. Neben den fast 100 Brennstoffzellenautos, die aktuell innerhalb des Projekts auf der Straße sind, erprobt die CEP auch den Betrieb wasserstoffbetriebener Busse im öffentlichen Personennahverkehr. Ziel ist es, die Alltagstauglichkeit von Wasserstoff als alternativer Kraftstoff unter Beweis zu stellen und die Marktvorbereitung für die Einführung von Brennstoffzellenfahrzeugen voranzutreiben. Hierzu gehören auch die nachhaltige Erzeugung von Wasserstoff und der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur. Ende 2015 wird es in Deutschland ein Netz von 50 Wasserstofftankstellen geben. Damit wird Deutschland weltweit das erste Land sein, das über ein Grundversorgungsnetz verfügt. Die Elektromobilität mit Wasserstoff ist eine Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland, seine internationale Spitzenposition auf dem Gebiet zukunftsweisender Kraftstoff- und Antriebskonzepte auszubauen.

Seit 2011 unterstützt Honda die Initiative H2 Mobility, ein gemeinsames Projekt führender Industrieunternehmen. Ziel ist es, ein flächendeckendes Netz von Wasserstofftankstellen in Deutschland aufzubauen. Bis 2023 soll die heute 15 Tankstellen umfassende, öffentliche Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland auf rund 400 H2-Tankstellen ausgebaut werden.

Unter dem Dach von H2 Mobility haben sich die Unternehmen Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell, Total und die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH) zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie die Grundlage für die kommerzielle Einführung von Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb legen.

Die neuen Tankstationen sollen in den bestehenden Wasserstoff-Regionen Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie entlang einer neuen durchgängigen Nord-Süd- und Ost-West-Verbindung entstehen. Ziel ist es, verkehrstechnisch günstig gelegene, bestehende Standorte unterschiedlicher Mineralölfirmen zu nutzen. Damit werden erstmals alle Orte in Deutschland mit einem Brennstoffzellenfahrzeug erreichbar sein.

Weitere Informationen stehen auf der Website www.now-gmbh.de zur Verfügung.

Auf europäischer Ebene hat Honda gemeinsam mit anderen führenden Automobilherstellern, Wasserstoffanbietern und Energieberatungen sowie der FCH JU (European Fuel Cell and Hydrogen Joint Undertaking) eine mit 38,4 Millionen Euro bezifferte Initiative ins Leben gerufen. Das von der Londoner Bürgermeisteradministration koordinierte Projekt soll die Entwicklung der geeigneten Technologie und Infrastruktur fördern, um Brennstoffzellenfahrzeuge als umweltfreundliche und wirtschaftliche Option für Europa voranzutreiben.

Die Initiative mit dem Namen HyFIVE (Hydrogen For Innovative Vehicles) ist die größte ihrer Art in Europa. Honda hat sich als einer von fünf Automobilherstellern darauf geeinigt, insgesamt 110 der emissionsfreien Fahrzeuge an verschiedenen Orten in Europa einzusetzen und gemeinsam an einem neuen Wasserstofftankstellennetz zu arbeiten. Sechs neue Wasserstofftankstellen sollen zu den derzeit zwölf von Air Products, Linde, OMV, ITM Power und Copenhagen Hydrogen Network betriebenen Tankstellen hinzukommen und damit drei Cluster mit tragfähigen Netzen bilden.

Für Honda ist HyFIVE eine einzigartige Chance, die Errungenschaften des Unternehmens im Bereich der Brennstoffzellentechnologie und -fahrzeuge darzustellen.

Honda übernimmt eine führende Rolle beim HyFIVE-Projekt. Das Unternehmen stellt nicht nur eine Reihe an Fahrzeugen bereit, sondern befasst sich auch mit der Ermittlung potenzieller Kunden, der Entwicklung von Service-Konzepten und der Förderung der FCV-Aktivitäten in der Öffentlichkeit.

[1]Interne Erkenntnisse von Honda

[2]Interne Messwerte von Honda nach dem japanischen Testzyklus JC08 bei Verwendung einer Wasserstofftankstelle mit einem Druck von 70 MPa. Die Reichweite kann je nach Betriebsbedingungen (Umgebungstemperatur, Verkehrsverhältnisse usw.) und Fahrweise (abruptes Anfahren, Verwendung der Klimaanlage usw.) geringer ausfallen.

Fazit

Das Thema bleibt spannend. Wer hat am Ende die Nase vorn, Tesla und Co mit Schnellladetechnik oder die Wasserstoffautos, die eine Reichweite von etwa 500 bis 700 km schaffen und in etwa 5 Minuten aufgetankt sind.

[3] Die Betankungszeit hängt von den jeweiligen Bedingungen ab.

[4] Japanisches Modell

[5] Interne Messwerte von Honda

[6] Interne Erkenntnisse von Honda

Linktipps

Fotos © Honda

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 31. August 2016 12:27

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