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Aston Martin Virage


Aston Martin Virage – des Wahnsinns fette Beute

Felix SutschekDas ist zwar gut so und zielführend sicher auch, birgt aber einen kleinen Nachteil: Exklusiv ist es eben auch nicht mehr, zumindest in vielen Großstädten und auf Sylt schon gar nicht. Man muss sich nur mal in München, Frankfurt oder Berlin umschauen und wird auf den angesagten Straßen fast mehr Porsche als Golf sehen. Oder man fährt in die Alpen und bestaunt wie viele Porsche dort, zur Freude der Zuschauer, mit Motorrädern um die Kurven getragen werden. Gefühlt auch mehr als es Golf waren. Wenn also so viele einen Porsche fahren, ist es dann noch etwas Besonderes? Porsche baut sehr gute Autos, aber ihr guter Ruf und ihre Güte untergraben ein klein wenig auch den Kundenkreis.

Genau in diese Lücke stößt Aston Martin vor. Ebenfalls gute Fahrzeuge, aber deutlich elitärer und Exklusiver. Schon des Preises wegen. Wo der Vantage noch im Bereich des 911 Carrera und Carrera S wildert, ist er Leistungsmäßig und Preislich deutlich exklusiver. Gut, das automatisierte Getriebe im VantageS kann mit dem PDK im 911er Carrera S nicht ganz mithalten, dafür ist der V8 Sound im VantageS dem Geschrei im 911er deutlich überlegen. Und: wer hat schon einen Vantage S in freier Wildbahn gesehen? Eben! Kaum einer.

Der Virage Ist in etwa dem 911er Turbo gleichzusetzen. Ähnlicher Preis, ähnliche Leistung, nur mit doppelt so vielen Zylindern und eben deutlich seltener und daher auch exklusiver.

Design: ein Traum, kein Italiener kann da mithalten. Selbstbewusst, extrem dominant, ohne Aggressiv oder aufdringlich zu wirken. Dieses Auto fordert mit britischer Höflichkeit den Vordermann dazu auf, Platz zu machen.

Alles EDEL…

Verarbeitung: die positive Seite der britischen Handarbeit. Alles in edelsten Materialien, die den Charme der Handarbeit aber auch zur Schau tragen. Sehr nett anzufassen und anzusehen.

Innenraum: Luxuriöse Sitze mit genügend Seitenhalt, bisweilen aber unorthodoxe Ansätze; so ist die Handbremse links vom Fahrer und kein Schalthebel mehr vorhanden. Die Fensterheber sind mehr oder minder stehend angebracht und unlogisch von der Bedienung her. Dass eine Schließautomatik fehlt, hat aber sehr gewundert.

Fahreigenschaften: Klassentypisch. Sehr hohes Niveau. Normal gefahren ist der Virage ein nüchterner Garand-Tourismo an dessen Sound sich die Außenwelt mehr erfreuen kann als der Fahrer. Sobald man das Fahrwerk auf Sport schaltet und die Schaltung selber übernimmt wird ein echter Kurvenjäger aus ihm. Gut, sein Gewicht kann er nicht ganz verleugnen, aber spaßarm geht anders. Da macht auch das Getriebe Spaß, obzwar es eigentlich eine Automatik ist. Einziger Kritikpunkt: die Schaltautomatik geht immer sofort in den manuellen Modus, sobald man die Schaltwippen betätigt. Sie bleibt aber auf Manuell und schaltet nicht hoch. Das ist für die Rennstrecke und die extrem ambitionierte Hatz geeignet, aber zum flotten Fahren mit Überholabsicht eher kontraproduktiv. Sinnvoller wäre hier ein „ManuellModus“ Knopf den man drücken muss, um bewusst bei der manuellen Schaltung zu bleiben. Das tut der Leistungsfähigkeit des Virage aber keinen Abbruch.

Vielen Dank an Aston Martin und Aston Martin Allgäu dass wir die Fahrzeuge testen durften.

Fazit

Aston Martin fahren ist der Eintritt in einen sehr exklusiven Automobilen Kreis. Sowohl der Vantage als auch der Virage überzeugen mit einer Individualität, die kaum ein anderes Fahrzeug zu bieten hat und Fahrleistungen, die denen anderer in nichts nachstehen. Vielleicht können wir ja auch hier mal den neuen Vanquish ausführlich vorstellen.

Linktipps:

Fotos (c) Redaktionsbüro Kebschull

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 15. Juli 2014 13:41

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